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4. New Delhi Marathon am 24.02.2019

New Delhi Marathon New Delhi Marathon

Link: New Delhi Marathon | Strecke | Ergebnis | Urkunde
Vorher Ganz toll! Eine gefühlte Ewigkeit habe ich keine Last mehr mit irgendwelchen virenbedingten Krankheiten gehabt, bis es mich vor 5 Wochen, kurz vor dem Muscat und dem Dubai Marathon, gleich zweimal erwischte. Als wäre das nicht endlich mal genug, verschlechterte sich mein Zustand am Dienstag, 4 1/2 Tage vor dem New Delhi Marathon, zusehends. Am Mittwoch und Donnerstag hätte ich mit meinen heftigen Kopf- und Gliederschmerzen niemals laufen können und die Reise wäre auch recht grauenvoll geworden.
Fr. 22.02. Um 5 Uhr mache ich mich auf den Weg nach Amsterdam. Mein Zustand hat sich leicht gebessert und so habe ich die berechtigte Hoffnung, dass ich in knapp 2 Tagen starten kann. Mit 40 Minuten Verspätung geht es um 12 Uhr los.
Sa. 23.02. Nach 8 Stunden Flug, Ankunft in Neu-Delhi (+4,5 Std.). Da um diese Zeit die Metro leider nicht mehr fährt, nehme ich für 550 Rupien ein Prepaid-Taxi zu meinem Billighotel im Stadtteil Jangpura. Ich bin zwar wirklich nicht zimperlich, aber hier muss ich leider zunächst einmal die Bettwäsche wechseln, bevor ich mich zur Ruhe begeben kann.
Am anderen Morgen gehe ich zur Startnummernabholung in einem Zelt am nahe gelegenen "Jawaharlal Nehru Stadium", latsche noch ein wenig durch die Gegend und genieße den Ausblick aus meinem Zimmerfenster.
So. 24.02. Eigentlich hatte ich mich so gut vorbereitet, dass eine Zeit unter 4 Stunden locker hätte drin sein sollen. Aber nach den letzten Tagen ist es ja reines Glück (im Unglück), dass ich heute überhaupt starten kann. Und so wäre ich nun mit einem Finish, egal in welcher Zeit, zufrieden. Logo Um 2:45 Uhr gehe ich zum Start am, bzw. im 20 Gehminuten entfernten "Jawaharlal Nehru Stadium". Das war etwas zu früh, da um 3 Uhr das gesamte Stadiongelände noch abgesperrt ist. Mit etwas Verspätung werden die Teilnehmer um 3:20 Uhr auf das Stadion-/Veranstaltunsgelände gelassen. Im Moment sind es lediglich 13 Grad und zum Rumstehen ist es etwas zu kühl, weshalb ein lockeres Aufwärm-/Animationsprogramm geboten wird. Um 3:50 Uhr, 10 Minuten vor dem Start, werden die Teilnehmer dann auch an die Startlinie im Stadion gelassen. Um diese Zeit ist hier natürlich keiner, ganz anders als letztes Jahr in Pyongyang, als das Stadion "ausverkauft" war. Es ist aber trotzdem immer wieder eine schöne Sache, in einem Stadion zu starten.

Ganz entspannt und locker laufe ich los. Ich möchte mich heute, so gut es geht, schonen. Nach 250 Metern auf der Stadionrunde geht es noch ein Stück außen um das Stadion herum, bevor das Gelände verlassen wird, um einen Zweirundenkurs, kreuz und quer durch die Stadt, zu absolvieren. Kilometermarkierungen sind nur recht spärlich gesäht. Wenn mal Eine vorhanden ist, dann nicht bei vollen Kilometern, sondern offensichtlich nur dann, wenn es gerade passte. Ich bin mir nach kurzer Zeit sicher, dass das aktuelle Lauftempo nicht für unter 4 Stunden ausreichen wird. Aber egal. Es geht entspannt weiter. Kleinere Wehwehchen sind schon bald verschwunden und ich fühle mich gut. An den reichlich vorhandenen Verpflegungspunkten gibt es an Getränken nur Wasser. Entweder in praktischen 250ml Flaschen oder zum Nachfüllen in die eigene Flasche oder in Bechern, die mehrfach verwendet werden, allerdings ohne sie zwischendurch zu spülen.
Die Streckenführung ist nicht so schlecht. Auf der gesamten Strecke kommen einem ab Kilometer 8 andere Läufer entgegen, was es recht abwechslungsreich macht. Als man bei Kilometer 6,5 nach links abbiegt, sieht man rechts, in 400 Meter Entfernung, das India Gate, die top Sehenswürdigkeit in Delhi. Es geht nun auf einer zwei Kilometer langen Geraden durch den "Rajpath Sitting Park". Am Ende liegt der Präsidentenpalast, den man auf der zweiten Runde, wenn es hell geworden ist, sicher auch sehen kann. Am Ende des Parks noch eine Schleife nach links und dann geht es, mit zwei zusätzlichen Loops durch die am Park angrenzenden Stadtgebiete, wieder zurück.
Nach 2:13 Stunden laufe ich durch das Halbmarathonziel am Stadion. Mit der Zeit, die ja eigentlich wirklich nicht so toll ist, bin ich heute zufrieden. Ich fühle mich weiterhin sehr gut und kann vielleicht mal ein wenig schneller machen, damit ich nicht komplett ausgeruht das Ziel erreiche.
Da um 6:00 Uhr, also erst vor 13 Minuten, tausende von Halbmarathonläufern gestartet sind, ist es nun mega voll auf der Strecke. Viele sind recht langsam und so bleibt einem teilweise nichts anderes übrig, als Slalom zu laufen, will man nicht aus dem Laufrhythmus kommen. Inzwischen dämmert es und man kann auch die Sehenswürdigkeiten besser wegglotzen. Bis Kilometer 28 konnte ich mit Neeraj, einem indischen Laufkollegen, 13 km zusammen laufen, was die Sache noch etwas kurzweiliger machte. Jetzt wird er leider etwas langsamer und ich muss "alleine" weiter.
Oft werde ich von anderen Läufern, die mir entgegen kommen oder mich überholen, freundlich gegrüßt. Das liegt aber dieses mal nicht an meiner FC Bayern Kluft, sondern an meinem europäischen Aussehen und/oder Alter, da ich auch mehrmals danach gefragt werde.
Bei Kilometer 37 ist der Wendepunkt für die 10-km-Läufer, die um 7:00 Uhr gestartet sind, weshalb es nun noch voller auf der Strecke wird. Ich kann nun meine Geschwindigkeit nicht mehr ganz halten. Es wundert mich deshalb ein wenig, dass sehr viele 10er noch langsamer als ich sind. Ich muss kämpfen. Jetzt darf ich nur nicht meinen Vorsprung verspielen. Ich will nun zumindest unter 4:30 Stunden bleiben. Dann endlich ist nach 4:25:36 Stunden das Ziel erreicht. Damit bin ich für einen Marathon, der zeitweise auf der Kippe stand, recht zufrieden.


Nach dem Lauf hänge ich noch ein wenig herum und genieße die Zielverpflegung, die so ganz anders ist als sonst, bevor ich zurück ins Hotel gehe. Leider gibt es dort nur eine kalte Dusche. Um 11 Uhr packe ich mein Zeugs zusammen und latsche dann noch einige Zeit durch den Stadtteil, bevor ich mich mit einer Motor-Rikscha auf den Weg zu meinem Hotel im Stadtteil Paharganj mache. Am Nachmittag geht es zum Connaught Place, bevor ich mich um 21 Uhr spontan entscheide, morgen mit dem Zug nach Agra zu fahren, sofern ich noch ein Zugticket bekomme. Also latsche ich noch zum Bahnhof und mache das Ticket für morgen klar (1500INR/19€).
Mo. 25.02. Um 6 Uhr geht es in 2 Stunden mit dem " Bhopal Shatabdi Express" (12002) nach Agra. Als der Zug in Agra ankommt, ist es mit den Neppern und Schleppern nicht so schlimm wie befürchtet, jedenfalls wenn man schon etwas Delhi Erfahrung gesammelt hat und sich entsprechend darauf einstellen konnte. Für 100 Rupies (80=1€), geht es zunächst zum "Taj Mahal", dann zum "Red Fort" und weil danach noch etwas Zeit totgeschlagen werden muss, zum Sadar Basar. Um 21:15 Uhr ist dann die 2-stündige Rückfahrt mit dem "Shatabdi Express" (12001) nach New Delhi.
Di. 26.02. Ich latsche noch ein wenig herum und fahre dann zu einer der main attractions in Delhi, dem India Gate. Da man beim Marathon nur in 400 Meter Entfernung dran vorbei gelaufen ist, laufe ich nun einmal drumherum und fahre dann zur Delhi Metro Station. Von dort fährt die Airport Express Metro in 20 Minuten für nur 60 Rupies (75 Cent) bis zum Terminal 3 des Indira Gandhi International Airport.

Um 19:45 Uhr Abflug nach Dubai. Ankunft gegen 22:00 Uhr (-1,5 Std.). Dann mit der Metro zur Station Burjuman und von dort ein paar hundert Meter bis zu meinem Hostel.

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last update: 10.03.2019